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Stand der Dinge
19. Dezember 2003
Inzwischen haben wir schon Anfang Dezember 2003 auch nach der Metallentfernung ist die Zeit davon geflogen! Die Schwellungen an den Narben vergessen. Die eine schon wieder unter den Häärchen verschwunden, verblasst die andere allmählich schon wieder und fügt sich so, fast ohne Übergang, in die vorherige Narbe ein.
Inzwischen mache ich fast alles wieder so wie vor der OP, allerdings mit einem ganz anderen Bewusstsein. Ich bin nach wie vor etwas unbeweglicher auf der operierten Seite, wobei man ja allerdings bedenken muss, dass man mit der Hüftdysplasie oftmals überbeweglich gewesen ist (so wie ich) weil der Hüftkopf ja nicht wirklich durch die Hüftpfanne begrenzt wird. Die Kraft auf der operierten Seite ist inzwischen wieder einiges stärker geworden, nur noch selten spüre ich einen Unterschied zur linken Seite.
Ich gehe weiterhin Tanzen und Schwimmen, fahre Inliner und Fahrrad und seit einigen Wochen quäle ich mich wieder in der Muckibude. Zum Reiten habe ich leider keine Gelegenheit mehr, will mich da aber im Frühjahr wieder verstärkt drum kümmern. In Zeit der kalten Gelenke möchte ich das nicht gerade wieder angehen.
Im November hatte ich meine erste Karnevalsfete in Köln und konnte wirklich ohne irgendein Problem mit der Hüfte von 19 - 2 Uhr tanzen, stehen, immer mal aber nur kurz sitzen und lachen die ganze Zeit! Allerdings bin ich dann wie für mich typisch Barfuss bzw. auf Strümpfen Richtung Heimatbus, weil mir die Füße in den Schuhen so weh taten.
Einen Vermutstopfen gibt es zur Zeit aber schon, ich kämpfe weiterhin (wie seit meinem ca. 18. Lebensjahr) mit meinem Gewicht. Nach der Reha, in der ich noch mal schön wieder abgenommen hatte, hab ich wieder einiges zugelegt und seit dem ist es ein ständiges auf und ab zwischen 2 Kilos. Ein Glück geht es nicht noch weiter rauf, aber richtig runter geht es halt auch nicht.
Seit ca. 6 Wochen versuche ich jetzt wieder regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Dort bin ich dann doch auch noch mal deutlicher mit meinen Grenzen was Beweglichkeit und Kraft anbelangt konfrontiert worden. Teilweise schmerzt das Gelenk bzw. inzwischen die Gelenke, da die linke Seite auch angefangen hat ein bisschen Stress zu machen.
Manchmal ist es jetzt so, dass ich Nachts wieder etwas schlechter auf der operierten Seite liegen kann und auch die Lage auf der anderen Seite ist dann nicht wirklich angenehm und in der Rückenlage kann ich wie viele andere nicht einschlafen. Ich weiß schon gar nicht mehr wie ich das nach der OP gemacht habe. So habe ich jetzt 2 Nächte auch darüber nachgedacht mal wieder eine Schmerztablette zu nehmen (es wäre seit langem die erste gewesen) und bin dann aber doch so noch eingeschlafen.
Ich denke einerseits, dass mein Gewicht nicht so toll für beide Gelenke ist und die wieder mehr Bewegung ich hoffe nur vorübergehend für eine leichte Verschlechterung sorgt. Sicherlich ist hier aber auch meine gesamte Situation verantwortlich. Zur Zeit fällt es mir gerade wieder sehr schwer, damit umzugehen, dass ich mit meinem Sohn alleine lebe und keine Partnerschaft in Sicht ist und hierbei spielt das Gewicht natürlich auch eine Rolle, zumindest in meinem Selbstbewusstsein und drückt somit doppelt auf meiner Gesamtstabilität. Gegenüber der Zeit vor der OP würde ich meine Befindlichkeit im Moment mit befriedigend bewerten, auch wenn es Zeitweise schon wesentlich besser war.
Ciao Ciao
Angelique