3-fach-Beckenosteotomie


Direkt zum Seiteninhalt

28.05.2007

Stand der Dinge

28. Mai 2007



Ups wie die Zeit vergeht! Also mal wieder etwas aktualisieren. Inzwischen ist seit meinem letzten Aktualisierungsbeitrag über ein Jahr vergangen. Meine zweite Metallentfernung habe ich auch schon hinter mich gebracht. Das Schraubenbild könnte ich jetzt zum 2. Mal hineinsetzen, aber ich glaube das kann ich mir sparen.

Es ist viel passiert in der ganzen Zeit. Ich habe gerade seit langem mal wieder den letzten Beitrag gelesen. Mit meinem damaligen Freund wohne ich jetzt zusammen. Irgendwie war die Op-Zeit doch eine zu große Belastung, aber irgendwie haben wir es dann doch wieder hinbekommen. Nach dem letzten Beitrag war ich dann über Ostern in der Reha wieder in Aachen. Diesmal war alles nicht ganz so einfach. Meine Nervenschädigung stand irgendwie im Vordergrund.

Obwohl mein Fuß allerdings mir sehr viel Stress machte, wurde dieser in der Therapieverordnung von den Ärzten kaum beachtet. Dadurch hatte ich eher weniger Anwendungen als bei der 1. Reha und die KG war dann mehr oder weniger für die Hüfte und Rücken und Fuß wurden da dann auch noch mit reingepackt. Das Ende vom Lied war, dass ich für den Fuß die KG genutzt habe, damit der endlich beweglicher wurde. Dadurch kam dann aber die Hüfte was kurz.
Dafür habe ich dann die ganzen 3 Wochen bei der TEP-Gruppe mitgemacht, bei der 1. Reha war das nach einer Woche totale Unterforderung und ich hab was anderes gemacht. Dieses Mal war ich in der 3. Woche noch froh wenn es halbwegs klappte. Der Fuß hatte einfach überall seine Wirkung.

Am Ende war es dann sogar noch so, dass ich noch nicht einmal eine Verlängerung der Reha bekam, obwohl es mir viel schlechter ging als in der Reha für die rechte Seite und damals hab ich ohne Probleme die Verlängerungswoche schon direkt Ende der 1. Woche durch bekommen.

Fazit war, wenn Reha dann als Anschlussheilbehandlung, die dann verschieben bis zur Rehafähigkeit und die ABH kann man dann auch verlängern. So haben es mir die Ärzte dort zumindest erklärt. Normale Reha hätten keine Chance mehr auf Verlängerung. Dadurch bin ich dieses Mal dann noch mit Krücken dann nach Hause gefahren. Nach der Reha bin ich diesmal zur IRENA, intensive Reha Nachsorge. 8 Wochen lang durfte ich für jeweils 3 Anwendungen 3 Mal die Woche in die Reha-Klinik fahren. Das war super anstrengend, weil ich immer fast eine Stunde mit dem Bus fahren musste und eben auch wieder zurück, aber gebracht hat das noch einiges.

Noch während der letzten Woche von IRENA habe ich dann wieder angefangen zu Arbeiten, fast 9 Monate nach der OP. Bei der 1. Op hatte ich ja nach der Reha noch meinen Resturlaub aus dem Vorjahr und hab dann nach dem direkt wieder komplett angefangen zu arbeiten. Allerdings hatte ich da auch nur eine halbe Stelle. Diesmal als Selbständige hatte ich zufällig einen Auftrag, der in der ersten Woche 2 Arbeitstage in der 2. Woche 3 Arbeitstage und dann die Woche 4 Arbeitstage hatte. Die Krankenkasse hat das dann als stufenweise Wiedereingliederung akzeptiert.

Dadurch, dass ich nicht innerhalb von 2 Wochen nach der Reha wieder gearbeitet habe, war für die Wiedereingliederung nicht mehr die Deutsche Rentenversicherung zuständig sondern die Krankenkasse. Ich wusste gar nicht, dass dies auch über die Krankenkasse funktionieren kann. Für all diejenigen, die noch vor der Operation stehen und jetzt wegen der Komplikation wegen meinem Fuß zögern, ich kann nur eins sagen, es war eine Komplikation auf die man sicher verzichten kann, aber ich gehe nach wie vor zwar jetzt wackeliger, aber wesentlich schmerzfreier als vor den entsprechenden Operationen.

Immerhin hatte mich ja auch die komplikationsfreie Operation rechts und das Ergebnis davon überzeugt, die Op auch links machen zu lassen. Abgesehen davon ist diese Komplikation nur bei ca. 1-2% der Operationen bisher in Dortmund vorgekommen und ich hab halt leider scheinbar hier geschriehen.Mehr kann man natürlich erst in ein paar Jahren sagen, bzw. ja sogar Jahrzehnten.

Super wichtig ist einfach, die richtige Klinik auszuwählen. Nicht einfach aufgrund von Wartezeiten oder Entfernungen die nächst beste Klinik nehmen, die nur behaupten, dass sie diese Op machen. Denkt einfach daran, dass euer Körper sehr wertvoll ist und aus einem wertvollen Rohstoff lässte man auch nichts vom nächst besten Handwerker machen. Dazu passt auch die Aussage des Neurologen, der meinte zu meiner Nervenschädigung, dass andere Kliniken den Nerv dann wahrscheinlich eher sogar durchtrennt hätten.

Wie immer liebe Grüße
Angelique



Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü